Sonntag, 23. Oktober 2011

Heimspiel zu Liszts 200. Geburtstag

Ich hatte schon vor über zwei Jahren das Haus Menden in meiner Heimatstadt Sankt Augustin für den 22. Oktober 2011 reserviert. Ich wollte am 200. Geburtstag von Franz Liszt ein Heimspiel, doch was ich spielen wollte, war mir da noch nicht so ganz klar. Ursprünglich hatte ich an ein Programm bestehend aus Beethoven, Czerny und Liszt gedacht und mir sogar schon die Noten einer Klaviersonate in As-dur von Carl Czerny besorgt, doch den Gedanken hatte ich schnell wieder verworfen. Dass ich aber ein ganzes Programm mit Liszt-Werken spielen würde, hätte ich nicht gedacht, weil ich es mir vor zwei Jahren gar nicht zugetraut hätte. Am Ende stand dann doch ein reines Liszt-Programm, ein wenig abgespeckt gegenüber dem, wozu ich mich Ende letzten Jahres entschlossen hatte (statt aller sechs Consolations nur die Nummern 1, 3 und 4 und statt der 2. Ungarischen Rhapsodie der Liebestraum Nr. 3), aber dennoch ein sehr anspruchsvolles Programm, von dem ich vor zwei Jahren nicht geglaubt hätte, dass ich es hinbekommen könnte. 

Von den Liszt-Abenden war der gestrige wohl der beste. Das Instrument, ein Salongflügel von K. Kawai, hat super geklungen, im Gegensatz zu dem Abend bei Klavins in Beuel am 8.10. konnte ich mich wieder ganz in die Musik fallen lassen und hatte den Kopf frei. Die Ungarische Rhapsodie gegen den Liebestraum auszutauschen war eine ausgezeichnete Idee. Auch der Liebestraum ist nicht so ganz ohne, stellte aber nicht so eine Belatsung dar, wie die Rhapsodie (siehe den vorherigen Blogeintrag). 

Das Konzert war gut besucht und ich habe mich wirklich gefreut, Gesichter zu sehen, die ich lange nicht mehr gesehen hatte. Der Abend klang in bester Runde aus Familie und Freunden aus.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen